Wie komme ich 2 Stunden zu spät auf Arbeit?
Januar 28th, 2009
…ganz einfach: So wie ich es am 12.01.2009 ausgetestet habe!
Beginn der Geschehnisse war um 5:56 Uhr am Bahnhof in Suhl. Dort stieg ich nichtsahnend in meinen RE 3353 Richtung Würzburg ein. Das Wetter war zu dem Zeitpunkt ziemlich stürmisch und verschneit, so dass mir doch schon etwas bange war. Nun ja, erstmal bin ich wie jeden Montag morgen seelig eingeschlafen im schönen warmen Zugabteil. Kurz vor Würzburg wache ich dann auf und höre noch “es wird erreicht der ICE Richtung München um 8:31 auf Gleis 5!”
HÄ??? Ich wollte doch mit dem um 8:05 fahren??? Was is da wieder los? Nunja, ausgestiegen und die Anzeigen studiert…Mein ICE 523 hat 30 Minuten Verspätung wegen einer eingefrorenen Tür. Der ICE um 8:31 natürlich nur eine Wagenreihe und propevoll. Also warte ich brav noch 5 Minuten auf den 523′er. Das hat dann auch geklappt, ich steig ein und bekomme meinen reservierten Sitzplatz. Phhhuuuu, das ging ja nochmal gut. Und nur ne halbe Stunde später dran. Gar nicht so übel…
“Nächster Halt unseres Zuges: Nürnberg Hauptbahnhof.” Leider ertönte direkt danach die Ansage: “Wegen einer Streckensperrung im Bereich Dachau wird unser Zug über Augsburg umgeleitet! Wir rechnen ca. mit weiteren 30 Minuten Verspätung.”
Na prima, es wird ja immer besser denk ich noch so. Aber es kommt immer noch besser.
Nachdem wir dann mal irgendwann losgefahren sind, bleibt der Zug schon wieder stehen. Diesmal ist eine Weiche eingefroren, der Techniker sei unterwegs heißt es. So standen wir dann knappe 45 Minuten rum und so langsam schlug die Stimmung der ganzen Geschäftsreisenden um. Es wurde wild telefoniert, Termine wurden abgesagt, der Schaffner wurde belagert um Anschluss-Züge zu erfragen, ja sogar Flüge wurden telefonisch umgebucht. Das Tohuwabohu im Zug kann man sich nicht vorstellen. Ich hab kein Auge zugekriegt…
München letztendlich erreicht haben wir ca. um 12:00 Uhr, anstatt laut Fahrplan um 10:04 Uhr. Kurz vorher ging noch der Schaffner durch und verteilt Anträge auf Erstattung von 20% des Fahrpreises. Ganz toll, davon kann ich mir echt was kaufen, wenn mir 2 Stunden Arbeit fehlen, die ich irgendwie wieder aufholen muss.
Somit habe ich also wieder ein spitzen Zugfahrt hinter mir und warte gespannt auf das nächste Abenteuer Bahn. Aber wer weiß, wie lange ich mit dem Auto gebraucht hätte, bei der Witterung.
Posted in: Bahn
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