Zugausfälle durch Bahnstreik
Januar 29th, 2009
Wie heute in der Welt zu lesen ist, kommt es durch den aktuellen Bahnstreik wieder mal zu Zugausfällen und massiven Verspätungen. Hintergrund des Streiks ist die Forderung der Bahn-Gewerkschaften Transnet und GDBA, rund 10% mehr Lohn für 130.000 Beschäftigte zu erhalten. Schwerpunkte des Bahnstreiks sollen München, Nürnberg, K&öuml;ln, Düsseldorf, Bremen, Hamburg, Berlin, Saalfeld und Magdeburg sein.
So ganz nebenbei fordert die Lokführergewerkschaft GDL, die auch mal wieder mit der Bahn verhandelt und 2007/2008 den längsten Tarifkonflikt in der Geschichte der Bahn hatte, in der aktuellen Tarifrunde 6,5% mehr Geld für 12.000 Kollegen. Am Streik beteiligen tut sie sich bis jetzt jedoch nicht.
Liebe Leute: ich sehe das Ganze ja ein, jeder braucht Geld zum Überleben und jeder hat auch gern mal einen Euro mehr in der Tasche. Aber müssen es gleich 10% sein??? In Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise, wo echt jedes Unternehmen sehen muss, wie es mit dem Allerwertesten an die Wand kommt? Und warum zu Teufel braucht die GDL auch schon wieder 6,5%???
Hier mal was zum Nachdenken:
Bosch bereitet sich auf düstere Zeiten vor.
Selbst ein so solides Unternehmen wie SAP streicht 3000 Stellen und verhängt Einstellungsstopp.
Die Kaufhauskette Hertie kämpft ums Überleben.
In der Automobilbranche fallen in den nächsten Jahren geschätzte 100.000 Stellen weg.
Die Arbeitslosenzahlen nehmen laut Schätzungen wieder stärker zu.
Und da kommen die Gewerkschaften in Zeiten der globalen Finanzkrise und fordern 10% mehr Lohn? Und das, obwohl die Inflationsrate sogar nur noch bei 0,9% liegt? Irgendwie passt das alles nicht zusammen.
Vielen Dank auch, liebe Gewerkschaften. Ich bin jedenfalls froh, dass ich heute ausnahmsweise mal keine Bahn fahren muss, da ich zur Zeit Homeoffice machen kann. Auf Christoph Schlütter müsst ihr heute verzichten
Posted in: Bahn
1 Kommentar Add your own
1. Klaus K. | Januar 29th, 2009 um 14:59
Naja aber an den Flughäfen wird ja auch gestreikt. Jedenfalls in Berlin und Frankfurt. Nicht nur die Bahner wollen mehr Kohle…
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